Der Schlüsse für eine erfüllte und glückliche Beziehung

Das ist ein sehr reißerischer Titel werden sich manche denken und doch werde ich dem Titel versuchen Genüge zu tun.

In dem Post schreibe ich über das vielleicht wichtigste Thema der heutigen Zeit. Wie können wir es schaffen im Land der andauernden Versuchung, der unendlichen Möglichkeiten und Streben nach Freiheit eine Beziehung zu führen, die nicht nur hält sondern auch beide Partner befriedigt.

Die Beziehung ist tot – es lebe die Beziehung.

Seien wir einmal ganz ehrlich. Beziehungen wie sie noch die Generation unserer Eltern vielleicht geführt haben sind längst Geschichte. Wir haben ganz andere Vorstellungen vom Leben, wollen mehr Freiheit und uns nicht wirklich Binden. Gleichzeitig steht dem jedoch auch der Wunsch nach Zugehörigkeit gegenüber und niemals zuvor, waren so viele junge Menschen ziel-, plan- und sinnlos.

Nicht erst seit dem Robert Waldinger  es wissenschaftlich bewiesen hat, wissen wir, dass gute Beziehungen uns glücklich machen. Der Arbeit von Herrn Waldinger nach, machen Beziehungen uns nicht nur glücklich, sondern auch gesünder und verlängern unsere Lebenserwartung. Das hier ist kein Lobeslied für Heirat oder dergleichen und doch gilt es auch als bewiesen, dass verheiratete Menschen grundsätzlich glücklicher sind als Singles. Auch wenn du dir jetzt denkst: „Aber ich bin völlig anders.“ So anders sind wir alle nicht und auch wenn sich 50% dieser Paare wieder scheiden lassen werden, haben sie doch einige Jahre in überdurchschnittlichem Glückszustand verbracht. Es liegt viel mehr daran, dass diese Menschen jemanden gefunden haben, mit dem Sie ihre Zeit verbringen wollen und können.

Der Mensch und seine Suche nach dem Glück

Eines kann ich schon an dieser Stelle verraten. Der Schlüssel zur glücklichen Beziehung liegt völlig und total in deinen Händen. Die Kunst eine erfüllte Beziehung zu führen ist nichts, dass du im außen finden wirst und genau das ist schon einer der Gründe warum so viele Menschen daran scheitern.

Die Suche nach dem Glück ist heute wohl dominanter als je. Auch wenn im Grunde unser ganzes Dasein davon angetrieben ist, Erfüllung und Lebensglück zu finden, so ist die Suche danach heute so ausgeprägt wie noch nie zuvor.

Gleichzeitig sind wir modernen Menschen unglaublich ungeduldig und wollen alles sofort haben. So wie uns Amazon eben erzogen hat. Wir klicken auf „Bestellen“ und 2 Tage später ist der gewünschte Artikel im Haus. Leider funktioniert das mit Glück und guten Beziehungen nicht ganz so einfach. Die meisten Menschen in der westlichen Welt leben in enormen materiellem Überfluss. Ein Überfluss, der nicht von ungefähr kommt, denn schließlich wollen wir uns damit glücklich machen. Viele Dimensionen eines glücklichen Lebens – so wie es noch die älteren Generationen gekannt haben – gibt es heute nicht mehr. Diese Lücken – Zeit, Glaube, Gemeinschaft und vieles mehr – versuchen wir mit Dingen zu stopfen.

Wir versuchen also etwas, das wir nur im inneren – tief in uns – finden können, mit etwas im außen zu erreichen. Genau dieses Phänomen, den nach außen gerichteten Fokus, führt auch dazu, dass so viele Beziehungen nicht funktionieren.

Das verletzte Kind, das in jedem von uns steckt

Wir sind also darauf programmiert, für alles das in unserem Leben nicht optimal läuft, eine Lösung im Außen zu suchen. Genau das machen wir auch mit unserer persönlichen Unzufriedenheit. Die tiefe Unzufriedenheit die wir alle teilen und tief in uns sitzt, versuchen wir mit Dingen zu kaschiere, auszugleichen oder sogar zu lösen.

Genau an dieser Stelle kommt auch die Beziehung ins Spiel. Die meisten Menschen wollen einen Partner, damit dieser Partner das ultimative Lebensglück bringt. Mit dem Partner sollen alle Sorgen vergessen und alle emotionalen Wunden der Vergangenheit geheilt sein.
Das Problem dabei ist nur, dass das nicht funktioniert.
Dieses System funktioniert nämlich genau so lange, so lange die erste „Verliebtheit“ anhält. Denn in dieser Phase passt man sein Leben, seine Abläufe und ja das ganze Leben an die Beziehung an. Alles ist super, alles ist schön, alles ist rosa. So wie bei jedem neuen Spielzeug, dass wir uns im Außen beschaffen, ist auch der neue Partner eine willkommene Ablenkung von unseren tiefen Wunden.

Nach spätestens 6-12 Monaten folgt dann die große Ernüchterung. Die rosa Farbgebung lässt langsam nach und man erkennt erste Unstimmigkeiten mit dem neuen Partner. (wenn man es erst einmal so lange geschafft hat) Man stellt sehr schnell fest, dass der neue Partner auch seine Ecken und Kanten hat.  So wie alle Partner ist auch dieser Partner wieder nicht der ultimative Heilsbringen ist.

Und so drehen sich die meisten Menschen im Kreis, bis sie irgendwann einsam oder verbittert sterben.

Dabei ist es den meisten Menschen doch bekannt, dass wahres Glück nur von innen kommen kann. Doch in der von Dingen dominierten Welt, ist es viel leichter Dinge zu kaufen, als an sich selbst zu arbeiten. Arbeiten alleine ist doch so ein hartes Wort und ist am Ende doch vielleicht auch noch mit Aufwand verbunden.

Was ist nun der Schlüssel, eine erfolgreiche und glückliche Beziehung zu führen?

Der Schlüssel für eine glückliche Beziehung liegt in dir versteckt. Das bedeutet, dass du zuerst dich selbst glücklich machen musst, bevor du einen anderen Menschen glücklich machen kannst. Es führt auf deinem Weg zur glücklichen Beziehung kein Weg an der ehrlichen und konsequenten Arbeit an dir, deinen emotionales Wunden und negativen Denkmustern vorbei. Du musst bei dir selbst beginnen, bevor du bereit bist, wahres Glück vom Leben zu empfangen. Der Witz dabei ist auch, dass du dann keinen Partner brauchst um glücklich zu sein, sondern dir einen Partner wählst, mit dem du dein Leben teilen willst, weil ihr euch gegenseitig inspiriert und befruchtet.

Meine Partnerin und bald Ehefrau hat mir einmal gesagt: „I don`t need you – I choose to be with you“. Ich finde, dass ist das schönste Kompliment, dass man einem Menschen machen kann.

Was es bedeutet deine emotionales Wunden zu heilen

Mit emotionalen Wunden meine ich die Ängste, Zweifel und negativen Gedanken, die tief in dir sitzen. Diese kommen immer dann zum Vorschein, wenn es ganz ruhig um dich ist oder wenn du Ausnahmesituationen ausgesetzt wirst. Es sind die Seiten an dir, die du am liebsten immer verstecken und mit all den Dingen kaschieren willst, die du täglich im Überfluss kaufst.

Das sind Gedanken wie: „Ich bin nicht genug“, „Ich bin wertlos“, „Ich schaffe das nicht“, „Das Leben ist hart“, „Man darf nicht vertrauen“, „Menschen sind Lügner“, „Abhängigkeit ist schlecht“, „Ich will einfach nur frei sein“, „Das Leben ist unfair“, „Ich werde immer benachteiligt“, „Männer sind Schweine“, „Frauen sind alle Schlampen“, „Männer sind immer unehrlich und wollen nur das eine“, „Frauen sind alle gleich“, „Ich werde nie einen guten Partner finden“,…….

Ich könnte die Liste wohl noch viel weiterführen und ich denke du hast einen Eindruck davon bekommen, welche negativen Gedanken ich meine. Viele dieser Gedanken und Emotionen stammen aus deiner frühen Kindheit und ist weit in deinem Unterbewusstsein vergraben. Wenn du mehr darüber lesen willst, kann ich das Buch „The Drama of the gifted child“ – von Alice Miller sehr empfehlen.

Alles im außen ist ein Spiegel deiner Seele

Auch mit dem Risiko, dass du es für zu „wuwu“ haltest:

„Alles das, was du wahrnimmst, bist in Wirklichkeit du selbst.“

Hast du Angst, dass dein Partner fremdgeht? Dann gehst du wohl selbst gerne fremd oder fühlst dich nicht wertvoll. Siehst du immer die negativen Seiten an anderen Menschen, dann bist du tief in dir drinnen, auf Negativität gepolt. Ist es dir schon öfter passiert, dass dich andere Menschen ausgenutzt haben? Dann hast du dich – vielleicht auch unbewusst – dazu entschieden, dich ausnutzen zu lassen.

Nichts passiert, ohne das du es selbst erschaffen oder in dein Leben gezogen hast. Wenn du mich fragen würdest, wo denn die Arbeit an dir selbst beginnen sollte, ist meine Antwort immer die gleiche.

Übernimm uneingeschränkte Verantwortung für dein Leben. Für alles das war, ist und kommen wird. Du bist zu 1000% dafür verantwortlich wie du dein Leben gestaltest.

Erst dann, wenn du anfängst, die Schuld nicht in anderen zu suchen, wird sich für dich eine neue Welt auftun in der viel mehr möglich ist, also du es dir erträumt hast.

Die Arbeit mit deiner Persönlichkeit beginnt unweigerlich damit, dich selbst neu und wirklich kennenzulernen. Damit meine ich nicht das oberflächliche Gelaber, dass du dem Mann an der Bar erzählst. Sondern ich meine damit deine tieferen Schichten, deine innersten Bedürfnisse, Wünsche und Neigungen. Was ist dir wichtig im Leben, Welche Werte treiben dich an oder was willst du wirklich in diesem Leben erreichen? Die Antworten auf diese Fragen erfordern viel Mut. Viel gedanklicher Müll der Gesellschaft hat dich von deiner inneren Stimme abgeschnitten. Trau dich die Verbindung wiederherzustellen und hinzuhören.

Am Ende ist es möglich einfach zu sein, glücklich und zufrieden, wie ein Buddha. In dem Moment, in dem du deine emotionalen Wunden geheilt hast, wirst du einfach nur glücklich sein und die glückliche Beziehung mit anderen, ist dann nur noch eine Draufgabe. Denn die wichtigste Beziehung hast du bereits geheilt, die Beziehung zu dir selbst.

Es ist nicht zu spät damit zu starten, auch wenn du in einer Beziehung bist, wirst du und deine Beziehung(en) massiv davon profitieren können.

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Photo Credit: Photo by Allen Taylor on Unsplash

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