Klarheit – Wie du Herr deiner Gedanken und Emotionen wirst

Klarheit

Klarheit bedeutet Dinge zu sehen wie sie sind, Akzeptanz von dem was ist, was du gerade fühlst und keine Erwartungen zu haben, als das was ist. 

Klarheit über deine Gedankenwelt schafft die Basis, dich wieder in den Fahrersessel deines Lebens zu setzen, deinen Gedanken und Emotionen nicht ausgeliefert zu sein, sondern diese viel mehr für dich und das Erreichen deiner Ziele einzusetzen. Das klingt nach einem zu großen Vorhaben? Klarheit birgt großes Potential und wir können diese Qualität in uns entwickeln und entfalten. Meditation kann neben unseren Fokus, auf den ich in diesem POST näher eingehe, auch Klarheit in unser Gedankenwirrwarr bringen. Aber alles der Reihe nach.

 Was sind Gedanken und wo kommen sie her?

Gedanken sind nützliche geistige Konstrukte, die aber nicht zwangsweise die objektive Realität darstellen.
So wie das Herz in uns schlägt, die Lunge atmet ist die Aufgabe des das Gehirns – unser Denk-Organ –  zu denken und Gedanken zu erzeugen. Das Gehirn macht uns zu den Menschen die wir sind, hat uns all die wunderbaren technischen Entwicklungen ermöglicht und die damit Verbundenen Prozesse sind ein mächtiges Werkzeug, wenn man sie richtig einsetzt.

Wie schon erwähnt, ist es die Aufgabe unseres Gehrings zu denken. Das Denken stellt also auch seine Daseinsberechtigung dar. Dies kann vereinfacht auch als Grund gesehen werden, warum das Gehirn nie aufhören will uns Gedanken zu schicken.

Unser Gehirn funktioniert nicht abgetrennt von unserem restlichen Körper. Vielmehr funktioniert es als Einheit mit deinen restlichen Sinneswahrnehmungen. Diese sind abgekürzt VAKOG: visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch. Das Gehirn ist unsere Schaltzentrale, die alle Sinneswahrnehmungen aufnimmt, bewertet, mit vergangenem vergleicht und so unsere ganz persönliche Wahrnehmung der Welt erzeugt. Unsere Gedanken sind somit immer ein Mix aus aktuellen Wahrnehmungen und vergangenen Erlebnissen, die im Gehirn abgespeichert sind. Alle Gedanken sind entweder an vergangenen Erlebnisse gekoppelt oder schlicht eine Projektion der Zukunft, die wiederum in direktem Zusammenhang, mit dem bereits Erlebten, steht.

Das Denken oder der Gedanke ist nicht statisch, sondern ist ein konstanter Prozess, der sich in jedem Moment neu entwickelt. Gleich wie unser Atem und der Herzschlag automatisch abläuft, sind auch unsere Gedanken einfach da. Was wir selbst in der Hand haben ist, wie wir mit Gedanken umgehen.

Jeder Gedanke der in Ihnen entsteht, sei er angenehm oder unangenehm er ist einfach da. 

Das Denken ist ein Prozess der niemals aufhört, so lange wir leben

Stelle dir vor, du hast eine direkte Wasserleitung vom Ozean in deine Küche. Wenn du den Wasserhahn aufdrehst, wie lange wird Wasser rinnen? Richtig, quasi unendlich, weil es ein Kreislauf ist. Ähnlich verhält es sich mit deinen Gedanken. Dein Gehirn wird nie aufhören zu denken, du kannst es durch bestimme Techniken beruhigen, jedoch werden immer Gedanken da sein, das ist seine primäre Aufgabe.

Unsere Gedanken unterliegen dem Prinzip der Vergänglichkeit

Auch wenn wir Menschen uns nach Sicherheit sehnen, ist doch nichts beständig. Das erzeugt ein gewisses Dilemma für uns Menschen, da wir uns ständig nach Sicherheit umsehen und sehnen. Das Klammern an impermanente Dinge, ist auch für einen großen Teil deines emotionalen Leidens verantwortlich. Es gibt nichts, dass wirklich Beständigkeit hat. Teste selbst: Was passiert mit einem Gedanken den du wahrnimmst aber nicht weiterdenkst, nicht zum Objekt deiner Aufmerksamkeit machst? Du wirst feststellen, dass der Gedanke wieder in das Nichts verschwindet, aus dem er gekommen ist. So wie jeder Gedanke wieder verschwindet, unterliegen alle Gegebenheiten auf dieser Welt einem permanenten Wandel.

Deine Gedanken sind einfach da, basieren auf deiner Vergangenheit und sind vergänglich, wie alles andere auch. Alleine dieses Wissen gibt dir mehr Freiheit deine Gedanken zu beobachten, wahrzunehmen, aber nicht immer sofort jeden Gedanken und jedes Gefühl als Wahrheit anzuerkennen.

Technik um kritische Gedanken weniger ernst zu nehmen:

Stell dir deine Gedanken als Person oder Fabelwesen vor, dass neben dir steht, dich immer begleitet. Wie denkst und fühlst du zu dieser Person? Kannst du Ihr vertrauen, wenn sie zu allem immerzu kritische Kommentare abgibt, alles und jedes kommentiert? Was würdest du zu einem guten Freund sagen, wenn er jede deiner Handlungen kritisch oder negativ kommentieren würde? Würdest du jedes Wort deines Freundes als wahr anerkennen? Oder würdest du hinterfragen, ob es sich dabei nicht doch einfach um eine Meinung handelt?

Angewohnheiten und Konditionierung

Dieses Wissen und das trainieren der Beobachterrolle durch Meditation, bringt dich wieder zurück in den Fahrersitz deines Lebens. Es ermöglicht dir automatische Reaktionen zu erkennen, hinterfragen und falls gewünscht, Schritt für Schritt zu ersetzten. Jeder Mensch hat unzählige automatische Reaktionen, die immerfort und ohne, dass du es bemerkst ablaufen. Diese Reaktionen können Gefühle, Emotionen oder auch Handlungen sein. Automatische Reaktionen zu erkennen und neue Optionen zu wählen, bedeutet auch eine Option zu wählen, die deine Persönlichkeit heute, zu diesem Zeitpunkt widerspiegelt. Alle Konditionierungen die aus der Vergangenheit rühren, repräsentieren vielleicht schon längst nicht mehr wer du bist oder wer du sein willst. Erinnere dich daran, dass jede Konditionierung (erlernte geistige oder körperliche Reaktion) zu einem Zeitpunkt X einem Zweck diente. Dieser Zweck stellt vielleicht in deiner aktuellen Lebenssituation, kein gewinnbringendes Aktion-Reaktion-Verhalten dar.

Wichtig zu erkennen ist hier, dass diese Reaktionen sehr oft direkt mit einem Ereignis im Außen verbunden sind. Ein Paradebeispiel ist das Rauchen. Für sehr viele Menschen ist Rauchen eine schlichte Reaktion auf Impulse von außen.

Sie haben gegessen => Zigarette
Wut kommt hoch => eine Zigarette gibt die Möglichkeit der vermeintlichen Entspannung
Wut entsteht => sofort durch laute Artikulation nach außen bringen, „Dampf ablassen“

Aber wie können wir dieses Wissen um Klarheit nun nutzen?

Alleine schon das Wissen um unsere Gedanken hilft uns, diese nicht mehr als absolute und in Stein gemeißelte Wahrheit zu sehen und öffnet neue Wege für uns zu erkennen. Nicht länger sind sie direkt an ihre Wahrnehmung gebunden, sondern können beobachten und frei entscheiden, ob sie dem Gedanken folgen wollen oder nicht. Sehr hilfreich ist diese Fähigkeit, wenn es dazu kommt, Impulse des Ärgers und der Frustration, die wir im Alltag erleben, zu überstehen ohne diese sofort in die Außenwelt zu projizieren. Wenn wir das Gefühl von Ärger über eine Aktion eines Mitmenschen in uns hochkommen spüren, halten sie kurz inne. Meditation hilft Ihnen genau diese Beobachterrolle einzunehmen. Diese Rolle des Beobachters befreit dich von deinem Autopiloten, der ansonsten deine automatischen Reaktionen auslöst. Durch das wiederholte trainieren der Beobachterrolle in Meditation, wirst du diese Rolle auch im Alltag immer öfter einnehmen können.

Es gibt keinen Grund an jedem Gedanken festzuhalten. Beobachte wie die Gedanken durch deinen Kopf ziehen. Jeder Gedanke hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Es kann eine ungeahnte Befreiung sein, Gedanken einfach ziehen zu lassen und nicht jeden Gedanken zum Objekt deiner Aufmerksamkeit zu machen. Mittlerweile gibt es auch wissenschaftliche Hinweise, dass dieses „let go“, wie es im englischen bezeichnet wird bzw. vielmehr die Unfähigkeit davon, überaus negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann, weil wir Gedanken, Emotionen und Energien in unserem Körper bewahren und speichern. Worin sind wir am besten? Natürlich am Festhalten von negativen Gedanken und diese haben selten die Kraft, positives zu entfalten.

Durch das einnehmen der Beobachterrolle, werden sie erstmals wahrnehmen, was ihre Handlungen auslöst (triggert). Das bedeutet nicht, dass du jede ungewünschte Gewohnheit, von einem Tag auf den anderen, loswerden wirst. Bewusstheit darüber, ist der erste Schritt zur Veränderung. Vielleicht reicht diese Bewusstheit – Klarheit – für dich schon aus, um positive Veränderung in dein Leben zu bringen.

Bildquelle: Image Source

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